Häkel-Kurs Teil 2: Vernähen
In diesem Tutorial lernst du, wie du Fäden sauber und unauffällig vernähst. Dabei werden verschiedene Werkzeuge und Techniken gezeigt,
um ein Aufribbeln zu verhindern. Mit etwas Übung gelingt ein stabiles und optisch sauberes Ergebnis.
Video
Video auf Youtube ansehen:
https://youtu.be/a_fSSZ-pDoU (15:57)
Inhalt des Kurs-Videos
Warum Fäden vernähen wichtig ist
Beim Häkeln entstehen an Anfang und Ende sowie bei Farbwechseln lose Fäden. Diese müssen vernäht werden, da sich das Häkelstück sonst wieder auflösen kann. Ziel ist es, die Fäden möglichst unsichtbar und sicher im Häkelstück zu verstecken.
Werkzeuge zum Vernähen
Zum Vernähen eignen sich verschiedene Hilfsmittel:
- Stopfnadel
- Plastiknadel
- Fangnadel
Stopfnadel
Klassische Methode, meist mit großer Öffnung und stumpfer Spitze.
Plastiknadel
Für dickere Garne geeignet, oft in Sets enthalten.
Fangnadel
Mit Klappmechanismus, erleichtert das Einfädeln und Arbeiten ohne Öse.
Grundprinzip des Vernähens
Der Faden wird entlang des bestehenden Maschenverlaufs in das Häkelstück eingearbeitet. Dabei wird die Nadel möglichst unauffällig durch die Maschen geführt, sodass der zusätzliche Faden kaum sichtbar ist. Je genauer man dem Verlauf folgt, desto sauberer wirkt das Ergebnis.
Vernähen mit der Stopfnadel
Der Faden wird eingefädelt und anschließend durch mehrere Maschen geführt, idealerweise entlang vorhandener Strukturen. Für mehr Halt kann der Faden mehrfach hin und her geführt werden. Dabei ist abzuwägen: Mehr Durchgänge erhöhen die Stabilität, können aber sichtbarer sein.
Vernähen mit der Fangnadel
Die Fangnadel wird durch das Häkelstück geschoben, der Faden eingelegt und anschließend zurückgezogen. Das Einfädeln ist einfacher, allerdings kann nur eine begrenzte Strecke auf einmal gearbeitet werden. Für längere oder präzisere Arbeiten ist die Stopfnadel oft flexibler.
Faden richtig abschneiden
Der Faden sollte nicht direkt am Häkelstück abgeschnitten werden, da dabei das Material beschädigt werden kann.
Stattdessen zieht man den Faden zunächst ein paar Millimeter aus dem Häkelstück. Dann wird er mit etwas Abstand gekürzt.
Anschließend zieht man das Häkelstück leicht auseinander, sodass das Fadenende im Inneren verschwindet.
Fehler vermeiden
Wird der Faden zu kurz abgeschnitten oder zu stark gespannt, kann er sich wieder lösen und sichtbar werden. In diesem Fall sollte man den Faden erneut vernähen. Sorgfältiges Arbeiten zahlt sich hier aus.
Besonderheiten bei Farbwechseln
Bei Farbwechseln entstehen viele Fäden, die einzeln vernäht werden müssen. Hier gilt das gleiche Prinzip: möglichst entlang der Maschen arbeiten. Knoten können entweder belassen oder geöffnet werden - je nach persönlicher Vorliebe und gewünschter Stabilität.
Fäden am Rand einarbeiten
Wenn das Häkelstück später umrandet wird, können Fäden auch direkt in den Rand eingearbeitet werden. Die zusätzliche Umrandung kaschiert die Fäden und sorgt für ein sauberes Gesamtbild.
Übung und Ergebnis
Mit zunehmender Übung gelingt das Vernähen schneller und unauffälliger. Ein sauber vernähtes Häkelstück ist stabil, langlebig und optisch ansprechend.